Jan ist aus Gründerzeitmohair gefertigt. Er ist 22 cm groß, 5 fach gescheibt und mit Fibefill gestopft. Er trägt einen selbstgenähtes Matrosenkäppi und einen passenden Kragen.
Emily ist 13 cm groß und sitzt in einer Porzellanschale mit Fuß, umgeben von schönen alten Nähutensilien, die sie sorgsam hütet.Sie trägt einen wunderschönen Häkelhut.
... denn auch ein Bär muß manchmal zum Arzt. Ich habe mich vor langer Zeit auf die Reparatur von Antik-Bären spezialisiert und freue mich immer, wenn ich so einem alten Schätzchen wieder auf die Beine helfen kann.
Wenn ich auf einer Bärenbörse bin, kann ich kleine Reparaturen vor Ort machen, z. B. neue Augen einziehen oder die Stimme erneuern. Alles andere muss ich mit nach Hause nehmen.
Ich mache einen Festpreis aus und wenn der Bär fertig ist, rufe ich an und schicke dann den Bären in einem versicherten Paket zu.
Wenn Du einen Patienten für mich hast, dann schreib' mir bitte eine mail oder rufe mich an 02166 605740.
Diesen Brief erhielt ich vor einiger Zeit:
Doppelmoppel hat die Wellness-/Fitnesskur wieder auf die Beine geholfen ;o)
Über meine Arbeit als Bärendoktor gab es einen sehr schönen Bericht in der Zeitschrift Daphnes Diary
Mir wurde ein Hundeteddy zur
"Rettung" gebracht. Ein junger Hund hatte sich in das Kuscheltier
verbissen und den Kopf zerstört. Es hat sich jemand gefunden der den
Kopf wieder erneuern wollte, aber das war leider misslungen.
So hat das Bärchen einmal ausgesehen
So
kam er nach dem ersten Reparaturversuch nach Hause. Der Bärenbesitzer
war sehr enttäuscht und bat mich um einen erneuten Versuch mit den Worten: Alles
ist besser als das!
Das ist nun meine Rekonstruktion! Der Kunde war sehr zufrieden und bei mir war die Erleichterung groß!
Manchmal kommt auch ein Äffchen zu mir
Dieser kleine Affe war bei seiner Ankunft in einem schlimmen Zustand. Er war stark abgeliebt und ein Klinikaufenthalt war angesagt.
So darf er nun wieder nach Hause reisen, eine sehr gelungene Operation!!
Ja dieser Bär wurde von einer Dame in einem Berliner Antikladen
entdeckt und es handelte sich wohl um Liebe auf den ersten Blick. Die
Dame fand mich und meine Bärenklinik übers Internet und so kam der Bär
zu mir nach Mönchengladbach. Eigentlich sollte nur seine Brummstimme
erneuert werden und die Nase sollte etwas schöner werden. Außerdem hatte
er ein Loch in einer Pfote.
Da der Bär stark verschmutzt war, hab
ich mich erst einmal vorsichtig an die Reingung gemacht. Das Loch in
der Pfote habe ich geflickt und brummen kann er nun auch wieder. Die
Nase sieht nun auch wieder gut aus und so konnte der Bär zurück nach
Berlin reisen.
Vorher
Nachher
Die Veränderung hat ihm gutgetan und die Kundin war zufrieden!
Ein altes/junges Ehepaar
Diese beiden Bären lebten einmal in 2 verschiedenen Familien, kamen dann durch Heirat der Bärenbesitzer zusammen. Eigentlich sollte nur der große Bär restauriert werden, aber dann meinte die Besitzerin des kleinen Bären das auch ihm eine Chance gegeben werden sollte.
So kamen die beiden zu mir:
Der große Bär brauchte eine Reinigung, außerdem hatte er nur noch 1 Ohr. Seine Augen wurden durch 2 blaue Knöpfe ersetzt, die auch noch an der falschen Stelle saßen. Eine Pfote hatte ein Loch. Der kleine Bär hatte garkeine Ohren mehr, am linken Arm fehlte ein Stück und alle Pfotenbeläge waren zerstört. Die Nase war ramponiert und die Nasenbestickung war auch nicht mehr ok.
Weil der Bärenbesitzerin meine Matrosenbären auf meiner Homepage so gut gefielen, sollte ich die beiden auch so einkleiden und ich denke so können sie beruhigt ihrem Rentnerdasein entgegensehen
Mischka in der Bärenklinik
Mischka war das Maskottchen der Olympiade in Moskau 1980. Seine Besitzerin liebte und liebt ihren Mischka sehr. Im Laufe der Jahre war er stark verschmutzt und sein Innenleben das aus Schaumstoff bestand war total zerfallen und klebrig. Es war keine schöne Arbeit dieses klebrige Zeug zu entfernen und den Bär immer wieder zu reinigen bis alle diese klebrigen Rückstände entfernt waren. Aber irgendwann war es dann geschafft. Nun ist sein Bauch wieder wohlgefüllt und er wurde bereits von seiner glücklichen Besitzerin abgeholt.
Vorher
Nachher
Nun spannt der Gürtel zwar etwas, aber das wird sich geben
Brummi
Gestern wurde ein restaurierter Zotty-Bär von seiner Familie abgeholt. Der Zotty wurde neu gefüllt, bekam neue Gelenke , neue Pfotenbeläge und einen neuen Innenmund. Außerdem habe ich ihn gereinigt und ihm eine Brummstimme eingesetzt. Nun erstrahlt er wieder in neuen Glanz und seine Familie war sehr zufrieden über sein neues Aussehen. Blumen für die Bärendoktorin gab es auch noch!! Ich zeige euch hier mal Vorher/Nachher-Bilder.
Hier war es einmal ein kleiner Hermannbär, der arg abgeliebt war. Der
Kopf war noch relativ gut in Schuss, aber der Körper, die Arme und die
Beine waren nicht mehr zu retten.
Ich hatte mit der Kundin besprochen das ich einen ähnlichen Stoff auf
der Euroteddy in Essen suchen würde und da wurde ich auch fündig.
Zuerst habe ich den Kopf auseinandergetrennt und die einzelnen Teile mit
Bügelvlieseline hinterbügelt. Dadurch erhält der Stoff mehr Stabilität.
Dann habe ich den Körper, die Arme und die Beine auseinandergetrennt um
mir danach einen Schnitt für den neuen Stoff zu erstellen.
Und so konnte das Bärchen wieder abgeholt werden.
Er durfte gleich mit seinen glücklichen Besitzern einen Urlaub an der See verbringen.
Schwere Wunden hatte Lusch als er zu mir kam, sie wurden ihm bei jahrelangen Liebkosungen zugefügt. Sein "Fell" war eigentlich kein Fell mehr. Es war dünn und löchrig, ein Bild des Grauens. Nachdem ich mich lange mit den Besitzern unterhalten habe und ihnen gesagt habe das ich soviel wie möglich von dem alten Stoff retten möchte, konnte ich ans Werk gehen. Oftmals kommt die Frage ob ich dem Bär ein neues Fell machen kann, aber dann kann ich gleich einen neuen Bär nähen, dann ist es nicht mehr der alte, liebgewonnene Bär. In diesem Fall habe ich den Bär erst einmal ganz auseinandergetrennt, mehrfach von Hand gewaschen und dann die einzelnen Teile von hinten mit neuem Stoff verstärkt. Als Lusch dann abgeholt wurde sah er so aus:
An einem Bändchen um den Hals hat Lusch die Messingknöpfe die früher einmal die Mutter des Bärenbesitzers als Augenersatz angenäht hatte. Ich glaube Lusch wird wieder geliebt und bekommt ein ruhiges Plätzchen bei seinen Besitzern. Man sieht ihm sein Alter an, aber soll es ja auch sein. Ich wünsche Lusch und seiner Familie alles Gute!!
Manchmal kommt es auch vor das bei mir ein Affe auf dem OP-Tisch landet. Jocko ist ein stattlicher Kerl von 70cm. Und wieder einmal war ein Hund der Schuldige. Der Hund hatte sich, wie es immer wieder vorkommt, im Gesicht verbissen. Jocko hat nun ein neues Nasen-/Mundteil bekommen. Die Filzhände und Füße hatten auch sehr gelitten, da war allerdings nicht der Hund der Schuldige, das war einfach der Zahn der Zeit. Ausbessern war schlecht und so hat Jocko neue Hände und Füße bekommen.
Ich hoffe das Jocko nun wieder 50 gute Jahre vor sich hat.
Und wieder ein neuer Patient, diesmal kommt er aus Österreich
So ein schöner Bär, jetzt kann er seinen Besitzer noch viele Jahre erfreuen!
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Hier war ein kleiner Bärenbesitzer sehr traurig, ich hoffe das er oder sie jetzt wieder gut einschlafen kann
Ich versuche immer eine Lösung zu finden, auch wenn es manchmal sehr schwer ist.
Ein sehr netter Herr aus Hamburg meldete sich bei mir weil sein Hundewelpe den Teddy seines Frauchens total zerlegt hatte. Der Bär hatte die Besitzerin viele Jahre begleitet und Teddy Marten war schon vor dem Hundeangriff in sehr schlechtem Zustand. Er erreichte mich so:
Eigentlich gab es nur noch Holzwolle, Gottseidank gab es aber noch ein Foto von Marten und zwar dieses:
Es gab nur die Möglichkeit nach dem Foto einen Bärenkopf nachzuarbeiten
Ich war überglücklich das die Besitzerin damit leben kann und sie war mir sehr dankbar für diese wirklich seltene Lösung!! Marten hat nun eine Verjüngungskur hinter sich
Diese Reparatur wurde im Bärreport 3/2016 veröffentlicht
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Heinrich mußte einen bösen Hundebiss aushalten
So kam der arme Kerl zu mir
Ein altes Foto damit ich sehen kann wie Heinrich einmal aussah
So durfte Heinrich wieder nach Hause. Der Kopf ist nicht neu gemacht, sondern er besteht aus Teilen des zerstörten Kopfs und aus neuen Stoffstücken!
Paß gut auf dich auf Heinrich und laß keinen Hund mehr an dich heran!!!
Diese Reparatur wurde im Bärreport 3/2016 veröffentlicht
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Einmal wurde mir ein Teddy von einem älteren Herrn gebracht. Der Mann erzählte mir, dass er als Kind den Teddy bei der Flucht aus Schlesien den ganzen Weg im Arm hatte. Unterwegs wollten Zigeuner ihnen den Teddy gegen Brot tauschen, und die Mutter hatte dies abgelehnt. Dabei liefen dem Mann die Tränen übers Gesicht, und mir lief es eiskalt den Rücken runter. In den 50er Jahren hatte dann die Mutter dieses Mannes den Teddy komplett mit einem pinkfarbenen Stoff bezogen, weil er anfing, auseinander zu fallen.
Als ich den Bezug abtrennte, war das Ergebnis nicht erfreulich. Dann musste ich noch Bandagen lösen und der Zustand verschlechterte sich.Wochenlang lag der Ärmste bei mir im Schrank und ich hatte keinen Mut anzufangen. Aber jetzt ist es endlich geschafft. Der Teddy hat überhaupt keinen materiellen Wert, aber den ideellen Wert kann niemand schätzen !
Hier ein oft vorzufindender Schaden. Die Pfotenbeläge sind zerstört.
So sieht der Bär nach der Reparatur aus.
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Ein armer Steiff-Cosy
Hier hatte ich einen Steiff-Cosy auf dem OP-Tisch,
er ist ca. 47 Jahre alt und der Zahn der Zeit war nicht spurlos an ihm vorübergegangen.
Bei diesen Bären wurde ein Schaumstoffmaterial zur Füllung genommen, das sich im Laufe der Jahre zersetzt hat und klumpig und klebig wird. Durch das klebrige Innenleben zieht der Bär dann auch extrem stark Staub und Schmutz an.
Hier ist das Füllmaterial zu sehen:
Und hier einmal der Cosy vor der Reparatur:
und so wurde der Cosy wieder an seinen Besitzer zurückgegeben.
Er hat neue Pfotenbeläge und einen neuen Innenmund erhalten, neue Füllung, neue Gelenke und er wurde komplett gereinigt.
Ich denke so kann er sich wieder sehen lassen
Diese Reparatur wurde in der Zeitschrift Bärreport 4/2016 veröffentlicht
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Dieser Bär ist 56 Jahre alt und nun soll er an die nächste Generation übergeben werden.
Der arme Kerl hatte wohl einige Jahre im Keller verbracht
So sah sein Innenleben aus. Schaumstoffflocken die verklebt waren.
Vor der Reinigung und ohne Füllung sieht ein Bär so aus.
Jetzt geht es nach Hause. Ein wirklich schönes Bärchen.
Diese Reparatur wurde im Bärreport 1/2017 veröffentlicht
Hier nochmal ein Beispiel für einen schönen ca. 50 -60 Jahre alten Hermann-Teddy.
Das Bein das sich gelöst hatte wurde mit abgegeben. Ich habe die Füllung erneuert, eine neue Stimme eingesetzt, alle Gelenke und die Pfotenbeläge erneuert. Der Bär wurde auch gereinigt.
Ich denke so kann er den nächsten 50 Jahre getrost entgegen sehen.
Nochmal ein Beispiel für die gelungene Aufarbeitung von einem Steiff-Cosy
Er hat neue Gelenke bekommen, eine neue Füllung, Pfoten und Mund wurden erneuert und die Nase wurde neu gestickt. Die Augen hatte die Bärenmama noch gefunden, sie wurden wieder eingezogen.
Und nach der Grundreinigung erstrahlt das Fell von Mister Teddy wieder.
Eine Besitzerin war sehr glücklich ihn so wieder in die Arme schließen zu können!
Hier ist wieder einmal ein neuer Patient, oder besser gesagt eine Patientin
Das ist die "Bärenoma" der 80 jährigen Angela
Als sie zu mir kam waren die Filzpfoten kaputt, ein Ohr mußte neu angenäht werden, die Brummstimme mußte erneuert werden, die Nase neu gestickt und in der Herzgegend gab es einen sehr kahlen Fleck. Außerdem sollte die Bärenoma gereinigt werden.
Ich denke mal das obere Foto wurde ohne Blitz gemacht und das untere mit Blitz, denn das kommt nicht alleine vom reinigen :)
So durfte die Bärenoma nun wieder nach Hause, sie hat jetzt ein (Filz-)Herz auf dem rechten Fleck, sie brummt wieder, ist gereinigt, die Pfotenbeläge sind erneuert und alles ist wieder gut!!